Fahrt zur Latein-Formations-WM in Bremen

Zehn Personen des TC Rot-Gold-Casino fieberten am 7. Dezember bei der WDSF Weltmeisterschaft der Lateinformationen in Bremen mit. Die lang ersehnte Fahrt begann gemeinsam am Morgen mit der Bahn; lediglich mit geringen Unannehmlichkeiten. Je näher das Ziel kam, desto größer wurde die Aufregung und die Gespräche drehten sich um frühere Vereinsfahrten zu Meisterschaften.
In Bremen angekommen, war erstmal geduldiges Warten vor den Toren der ÖVB-Arena bis zum Einlass angesagt. Zum Glück spielte das Wetter dieses Jahr mit, sodass wir trocken blieben. Frühzeitiges Einreihen in die Schlange war sehr lohnenswert. Schließlich wollte jeder jene Plätze mit der besten Sicht ergattern. Erstmal durch das Gedrängel gekämpft, gelang dies glücklicherweise auch.
Nach der Begrüßung folgte zur Einstimmung das Schauprogramm der „ganz Kleinen“ des „Grün-Gold-Club Bremen“, das großen Beifall genoss. Anschließend erfolgte die Vorstellung der internationalen Wertungsrichter, welche die Spannung soweit erhöhte, dass der Einmarsch der ersten Formation kaum abzuwarten war.
Insgesamt traten 19 Formationen in der Vorrunde um den WM-Titel gegeneinander an. Neben den beiden deutschen Vereinen „Grün-Gold-Club Bremen“ und „1. TSZ Velbert“ gingen ebenfalls Österreich, England, Ungarn, die Mongolei, die Niederlande, Polen, Russland und die Ukraine mit jeweils zwei Formationen, sowie Serbien mit einer Formationsmannschaft an den Start. Jede Mannschaft zeigte in einem 6-minütigen Durchgang bestehend aus Einmarsch, Hauptteil (nur dieser wird bewertet) und Ausmarsch alle fünf Lateintänze mit höchstem Schwierigkeitsgrad. Die zwölf Wertungsrichter bewerteten die Technische Qualität (Haltung, Balance, Paarharmonie etc.), Musikalität, Teamharmonie sowie Choreographie & Präsentation. Nach Ausscheiden von sieben Formationen in der Vorrunde, blieben noch zwölf für die Zwischenrunde.
Jene sahen wir jedoch nicht mehr live. Stattdessen stärkten wir uns auf dem sehr belebten Bremer Weihnachtsmarkt und traten anschließend die Heimreise an, um am späten Abend Zuhause die Live-Übertragung des Finales im TV zu verfolgen. Diesmal waren wir von beiden mongolischen Teams beeindruckt, die ihren Fokus weniger auf Show, sondern auf die tänzerischen Aspekte legten. Beide schafften es in die Zwischenrunde und „Moon Dance“ sogar auf den sechsten Platz. Als erneuter Sieger hat sich jedoch der GGC Bremen vor Russland seinen Traum des zehnten WM-Titels erfüllt.
Wir behalten einen eindrucksvollen Tag in Erinnerung und freuen uns schon auf die nächste Formationsmeisterschaft.

(Fiona Krüger)